Das mag als weitschweifender Begriff erscheinen, aber das
Fahrrad als Fortbewegungsmittel fasziniert mich eigentlich seitdem ich meine
ersten Radtouren 1988 mit Ingo gemacht habe. Seither
hat mich die Leichtigkeit und Unabhängigkeit insbesondere des Reisens auf zwei
Rädern gefangen genommen. Aus eigener Kraft, autark
und kaum abhängig von
äußeren Einflüssen zu sein, sich körperlich zu betätigen und dabei den Kopf
frei zu haben - gibt es eine idealere Kombination?
Sören Knoll, Autor des Buches "Die Faszination von Fahrradreisen" hat auf seiner Homepage die klassische Definition zum Erleben des Radelns abgegeben und trifft damit den Kern der Sache. Dass sich in den letzten Jahren die auf dem Rennrad zurückgelegt Kilometer überproportional erhöhen, liegt zum einen am Kauf des Olmo-Rennrades 1997, der mir eine weitere Dimension des Radfahrens eröffnete. Hierdurch erfolgte in den letzten Jahren zudem eine Orientierung zum Radsport, wobei auch bei schnellen Touren für mich immer "das in der Natur sein" im Vordergrund steht. Die Teilnahme an Straßenrennen, außer an sogenannten Jedermannrennen, kommt für mich eigentlich nicht in Frage.
Zum anderen sind die vor unserer Haustür liegende Schleswig-Holsteinische Natur und der günstige Wohnort am Stadtrand eine hervorragende Möglichkeit, individuell und je nach vorhandener Zeit seinem Hobby nachzugehen. Feste Trainingstermine gibt es nicht, man braucht nur freie Zeit und sein Rad - schon geht´s los!
Der wichtigste Grund ist aber die durch die familiäre Entwicklung immer geringe Zeit, die mir zur Verfügung steht, um auf meine Kilometer "zu kommen".
Radreisen mache ich also seit 1988. Die erste Reise quer durch Deutschland und angrenzende Regionen war der Ausgangspunkt für viele weitere Touren, teilweise dreimal pro Jahr war ich per Rad unterwegs. Unzählige kleine Wochenendtrips bereicherten das Tourenrepertoire. Die Ideen zu den Urlaubsreisen entwickeln sich oftmals aus den vorangegangenen Reisen heraus. Am besten plane ich die nächste Reise, während ich gerade unterwegs bin.
Immer wieder habe ich versucht, Länder oder Regionen systematisch zu bereisen, das heißt, einer ersten orientierenden Reise folgt immer tieferes Erfahren des Reisezieles mit teilweise spannenden Detailerlebnissen (z.B. Kreta, Tunesien, Marokko, Alpen).
Ich halte nicht unbedingt viel davon, immer ganz weit weg und immer neue Ziele anzufahren, nur um zu behaupten, dort gewesen zu sein. Lieber bereise ich ein Land mehrfach, in verschiedenen Jahreszeiten und unterschiedlichen Regionen. Denn um ein Land durch eine Reise als bekannt "abzuhaken" reichen m.E. die Kürze eines Jahresurlaubs und die gewünschte Langsamkeit des Radreisens nicht aus.
Eine meiner großen Leidenschaften ist das Befahren von Paßstraßen. Dieser Sucht bin ich hauptsächlich in den Alpen, den Pyrenäen und in Marokko nachgegangen. Irgendwann habe ich mir einmal vorgenommen, alle Pässe der Alpen, die höher als 2000 m sind zu befahren. Mal sehen, ob daraus noch was wird...
Natürlich freut man sich immer wieder auch auf das Zurückkommen, die gewohnte Umgebung, die Arbeit. Aber kaum bin ich wieder zurück, dauert es nur ein paar Wochen und ich plane die nächste Reise.
Folgende Ziele würde ich gerne noch einmal unter die Reifen nehmen:
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die Anden, Altiplano, Bolivien | |
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den Himalaya, Nordindien, Tibet | |
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Namibia | |
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und als alter Wüstenfan natürlich Algerien |
Auch im täglichen Leben bin ich eingefleischter Radfahrer, der Weg zur Arbeit, der Einkauf, die Tour zum Sport werden eigentlich ausschließlich auf dem Rad erledigt. So erreichte ich auf die letzten Jahre zurückblickend immer Kilometerleistungen von etwa 10000/Jahr. Seitdem das Rennrad regelmäßig benutzt wird, sind es sogar noch ein paar mehr geworden...
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